Religion

Warum Gemeinschaft wichtig ist

Die Welt ist in einem stetigen Wandel. Was am heutigen Tage noch aktuell ist kann schon morgen wieder ganz anders aussehen. Jeder wird in diesen Wandel verwickelt und jeder muss sich ihm stellen. Ob alleine oder in der Gruppe, Veränderung ist für jeden schwer und das wird sich auch nicht ändern. Ein jeder kann sich nur Hilfe bei der Bewältigung suchen. Diese Hilfe kann sicherlich jede mögliche Form annehmen und auch verschiedenen Richtungen kommen. Wichtig ist nur das man selbst erkennt das diese Hilfe notwendig ist. Denn der ständige Wandel hat unsere Gesellschaft auch kalt und leistungsorientierter werden lassen, sodass jeder der Hilfe annimmt als schwach angesehen wird. Sollte es aber nicht genau andersherum sein? Ist Hilfe wirklich Schwäche? Wir denken nicht, da es Problem gibt denen man alleine nicht gewachsen ist. Sich das aber einzugestehen erfordert Mut und viel Kraft. Denn im gleichen Zug würde das bedeuten das man sich eingestehen muss nicht unfehlbar zu sein, dass man Fehler macht oder dass man Schwächen hat.

Wer es aber schafft über diese Punkte der Einsicht hinaus zu kommen, der wird auch merken, dass wir Menschen nur innerhalb einer Gruppe wirklich entfalten können. Denn der Mensch ist von seiner Natur her ein Herdentier und als solches Leben wir auch immer noch. Nur hat diese Herde eine Größe angenommen, die in uns keine Freude mehr hervorruft. Denn augenblicklich steht man nicht mehr mit nur 5 anderen Menschen in Konkurrenz, sondern mit Millionen! Das kann am Selbstbild eines jeden Menschen zerren und ihn von der Gruppe wegführen. Aber es ist genau diese Gruppe, die jeden einzelnen zu der Macht was er sein kann. Denn als Gruppe ergänzt man sich und hilft einander in schwierigen Situationen. Nur als Gemeinschaft ist man stark, dass lernen wir eigentlich ziemlich früh in unseren Leben. Dennoch lassen wir es zu das uns der Fortschritt einsam macht. So hast du sicher 2000 Freunde bei Instagram oder Facebook, aber wie viele davon kannst du nachts anrufen, wenn dich dein Partner verlassen hat? Da wird es kritisch, da viele der heutigen Beziehungen auf einer sehr oberflächlichen Kommunikation beruhen. Dies macht die Gemeinschaft umso wichtiger.

Das vergessene Gut: Religion

In all den Jahren, in denen die Menschheit nun indirekt gegen die Gemeinschaft kämpft, haben es einige wenige geschafft eine wichtige Institution der Gemeinschaft zu schwächen. Die Religion und ganz besonders das Christentum schaffen es seit Jahrhunderten die Menschen innerhalb einer Gemeinschaft zu bündeln. Sicher gibt es auch heute noch 2,3 Mrd. Christen weltweit, aber wie viele davon leben noch die Gemeinschaft aus? Es dürften sicher nur etwas über die Hälfte sein. Selbst dort trennen sich die Geistlichen in ihrer Art über Religion nachzudenken. Dabei ist das Christentum etwas das es schafft über den Rand des Wahnsinns hinauszublicken. Denn der Glaube an Gott schafft es die Menschen zu vereinen und außerdem ist dieser Glaube in der Lage Kraft zu spenden in schweren Zeiten. Diese Kraft kann in Form der christlichen Gemeinschaft auftreten, da sich dort untereinander immer geholfen wird und jeder für den anderen da ist.

Wichtig ist in unserer Gesellschaft Frieden zu finden und sich auf Traditionen zu berufen, welche die Menschheit schon seit Jahrhunderten über schwere Zeiten hinweghilft. Immer wenn die Welt am Ende scheint, nehmen sich die Menschen die Religion zum Vorbild. Denn trotz aller modernen Errungenschaften gibt es immer eine äußere treibende Kraft, welche oftmals nur schwer zu fassen ist. Es ist etwas das wir nicht verstehen können. So wie wir Religion nicht vollends verstehen können. Das Christentum glaubt an eine imaginäre allwissende und allmächtige Kraft, genau ist aber schon der springende Punkt für die meisten Menschen. Diese Religion verlangt von einem modernen Menschen an etwas zu glauben das mächtiger ist als er selbst. In den Köpfen der Menschen stehen sie ganz oben in der Kette der Evolution und es ist fest im Gedankengut verankert, dass wir diesen Platz auch verdient haben. Aber was hat der Mensch geleistet, um dort zu sein? Kann es nicht einfach doch geschehen sein, dass Gott uns nach seinem Ebenbild geformt hat? Das würde auch unseren tiefsitzenden Narzissmus als Rasse erklären. So hätten wir zwar nicht die Allmacht Gottes aber als sein Ebenbild sind wir dennoch davon überzeugt.